Kein Haus, aber die Richtung stimmt

Es ist still geworden hier auf dreiundzwei.de … aber es ist auch stillgeworden auf dem heimischen Immobilienmarkt. Die Sommerpause hat anscheinend alle Hausbesitzer und Makler in den Urlaub getrieben und uns hier allein zurückgelassen.

Aber wir sind ja nun nicht dazu geschaffen, die Hände in den Schoß zu legen, dann haben wir uns eben rasch um andere Projekte gekümmert.

Zur Ausgangssituation: Wie Ihr wißt, sind wir drei und zwei Menschen, also in der Summe fünf. Davon sind vier erwachsen, aber lediglich zwei haben ein ordnungsgemäßes Kraftfahrtzeugführungsberechtigungszertifikat aka Führerschein. Lediglich eine Person ist im Besitz eines ebensolchen Kraftfahrtzeuges, welches allerdings nur zwei Personen gleichzeitig beförden kann. Sobald eine Situation eintritt, in der diese fünf Menschen einen mehr als 2km entfehrnten Ort gemeinsam aufsuchen wollen, bekommt das Ganze den Charme des wöchentlichen Logikrätsels der Apothekenumschau.

Nun haben wir ja auch so schon genug zu denken, also haben Topher und Ingo beschlossen, sich nach nur neun Jahren ein neues Auto zuzulegen. OK, ich bin ehrlich, den Entschluss hatten wir schon vor Jahren gefasst, aber die Entsschlussunfreudigkeit in diesem Punkt hat sich gelohnt, denn bei einem kleinen Ausflug wurde bei einem bis dato unbekannten Gebrauchtwagenhändler endlich ein Fahrzeug gefunden, dass allen Anforderungen von uns Fünfen gerecht wird: Ein VW Caddy Life TDI!

Das arme Ding stand ganz unschuldig rum, und auf den ersten, zweiten und dritten Blick konnten wir garnicht glauben, dass das gute Stück schon 5 Jahre alt sein soll. Dafür hatte er vielen lustigen Schnickschnack schon dabei: Eine Freisprecheinrichtung, Sitzheizungen, einen Tempomaten, eine Klimaanlage (für den Fall, dass man die Sitzheizung zu dolle aufgedreht hat) und vieles mehr… auf gut Deutsch: Viele Knöpfe im Auto, damit die Fahrerei auch nicht zu langweilig wird.

Also sind wir kurzerhand zum Verkäufer gegangen und haben ihm mitgeteilt, dass dieses Auto auf uns wartet. Wir alle kennen die Vorurteile über Gebrauchtwagenhändler, die einzig zum Ziel haben, einem eine schrottreife Kiste als Neuwagen auf den Rücken zu binden. Nun, all dies wurde hier nicht erfüllt. Relativ lustlos wurde uns der Wagenschlüssel in die Handgedrückt mit dem Satz „Schaut ihn euch halt mal an, ich komm dann hinterher“

Wir schauten und nach einer Weile kam er auch mit der wohl durchdachten Frage „Und?“ …Und wir waren immer noch begeistert, sah der Wagen doch innen wie außen aus, als wäre er grad in Wolfsburg vom Band gefallen.

Also vereinbarten wir einen Termin zur Probefahrt. Wir fuhren und fühlten uns zu Hause! Dann haben wir den Händler naürlich ins Verhör genommen und uns wurde einiges klar: Der Wagen gehörte bisher einem Kfz-Mechaniker bei Porsche, der das Fahrzeug bisher für Ski- und Radurlaube benutzte, und sonst seinen Erstwagen fuhr. Jetzt hat er was neues, mit dem er sowohl unter der Woche als auch im Urlaub fahren kann und stieß eben das kleine Prachtstück ab.

Lediglich der TÜV machte uns noch Sorgen, schließlich lief der im Dezember ab. Kein Problem für unseren Lieblingsverkäufer, den läst er gerne noch machen.

Damit war das Caddy-Schicksal besiegelt und wir haben den Kaufvertrag unterschrieben. Nun musste nur noch ein Nummerschild dran!

Peggy das kleine Goldstück nahm sich der Sache an, schließlich haben im Rhein-Neckar-Kreis Zulassungstellen nur an ausgewählten Tagen offen, und da auch nur kurz. Merkt Euch: Für eine Kfz-Anmeldung braucht man a) einen Tag Urlaub, b) an diesem viel Zeit und c) im Anschluss eine Kur.

Wir rüsteten Pegglein mit jeder Menge Formulare, Vollmachten, Einzugsermächtigungen und vielem mehr aus und schickten sie auf die Reise. Und siehe da, nach nur 5 (!!!) Stunden stoischen Wartens hatte sie sogar schon ein Nummernschild in der Hand. Jeder andere wär wahrscheinlich Amok gelaufen, um so mehr bewunderten wir ihren Erfolg.

Doch damit nicht genug: Peggy beschloss kurzerhand, dass dieses Auto nicht irgendein Kennzeichen bekommen sollte, sondern ein sehr besonderes verdient. Und wer Peggy kennt weiß, dass sie die Frau für gute Ideen ist!

Also dürft ihr in Zukunft auf Deutschlands Straßen Ausschau halten nach einem Caddy mit dem Kennzeichen HD – FC 321


So, jetzt grübelt ihr natürlich…und wir helfen euch: HD ist klar und steht für Heidelberg (da hat man ja keine Auswahl…), 321 kennt ihr schon von 3+2=1 und FC ist nicht etwa ein Fussballclub, sondern unser neues Familycar!!!

Und genau als solches sehen und nutzen wir es seit dem voller Spaß und Freude…da passsen alle rein und selbst das große Anouk-Equipment passt wunderbar und problemlos rein.

Also, Auto ist erledigt, bleibt nur noch das Problem mit dem Haus…

Da muss ich aber was zu schreiben!