Die große Suche

Es sind Osterferien und damit auch der erste große Test für die jetzt drei vom Obergeschoss: Cedric kommt das erste Mal nach Sandhausen und das auch glich für 2 Wochen! Erstaunlicher Weise funktioniert das auch gut und ohne große Reibereien vom ersten Tag an. Gut, dass Ingo und Cedric ein paar Wochen vorher schon ein wenig aneinander rantasten konnten, so brauchte es nur noch ein kleines austesten, ob der Ingo dem Cedric nachgibt in einer Frage, die der Topher schon abschlägig beschieden hatte. Das „Armdrücken“ dauerte knappe 3 Stunden und war dann klar für Ingo entschieden – auch wenn Cedric alle Register gezogen hatte (Jammern, schleimen, Scheidungskind spielen, zicken,…), er bekam keinen eigenen WoW-Zugang (dies war Gegenstand des Kräftemessens).

Damit war das also auch geklärt und das Miteinander konnte starten. Und es lief harmonisch, auch wenn es an die leidigen Hausaufgaben ging. Topher lernte und lehrte Mathematik und Ingo machte sich mit ihm an das schulseitig doch stark vernachlässigte Englisch. Schön war, dass das lernen hier schnell in eine Aktion für alle 6 endete, die mit viel lachen einherging, dadurch aber nicht minder lehrreich war. Es fügt sich alles gut zusammen und ich bin mir sicher, Cedric wird wie selbstverständlich seinen festen Platz bei uns einnehmen und das gemeinsame genauso genießen wie der Rest des Hauses.

Erstaunlicherweise fiel dieses Jahr inmitten der Osterferien Ostern. Zu Protokoll geben möchte ich, dass ich auf die nahe liegende Überleitung vom verlorenen Sohn zur Suche nach Ostereiern verzichtet habe.

Aber selbstverständlich suchten wir. Und wir Erwachsenen hatten sogar gleich zwei Ausreden um bei der wilden Eierjagd mitzumachen:

  1. Mussten wir ja Anouk zeigen, was zu tun ist und
  2. Geht es ja gar nicht, dass nur die Kinder suchen, weil das ja arg erniedrigend für einen 16jährigen ist!

Aber sind wir ehrlich, auch ohne Anouk und Cedric hätten wir den Garten nach Schokolade durchstöbert.

Micha und Ingo versteckten für die Familie Eier, einen Teddy, ein Leiterwagen, ein Feuerwehrauto , einen Hubschrauber und vor allem FÜNF Hasen (Einen für jeden von den Großen). Anouk fand ihre Sachen trotz kommender Backenzähne und mit nur wenig Unterstützung zügig. Der Rest tat sich schwer, den letzten Hasen zu finden. Auch Micha und Ingo waren sich nicht mehr so einig, wo sie was versteckt hatten. Also wurde wieder und wieder der gesamte Garten auf den Kopf gestellt – aber es blieben nur 4 Hasen. Irgendwann fiel dann Micha ein, dass der fünfte noch in der Küche stand, wofür er auch nur wenig Prügel bezogen hatte. Aber dafür gabs dann auch wieder ein Familiengrillen.

Frohe Ostern – zu sechst! Richtig gut!!!

 

Da muss ich aber was zu schreiben!